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Till Eulenspiegel gehört der literarischen Gattung an, die als „Schwank“ bezeichnet wird und leitet sich von dem mittelhochdeutschen Substantiv swanc (= 'schwingende Bewegung', 'Schlag', 'Streich') abgeleitet wird. Das Wort „Schwank“ hat ursprünglich „einen boshaften oder listigen Fechterstreich“ bezeichnet (vgl. Ott 2002, S. 423). Allerdings hat sich die Bedeutung mit der Zeit in die Bezeichnung scherzhaften Streiches oder einer Erzählung umgewandelt.

Schwänke sind fiktive, unterhaltsame volksnahe Erzählungen, die auf eine Pointe ausgerichtet ist. Sie handelt meistens Betrügereien, Streichen, Kupplereien u.ä.

Als literaturwissenschaftliche Gattungsbezeichnung wird Schwank erst seit Anfang des 20. Jahrhunderts benutzt.

Die moderne deutsche Literatur bezeichnet als Schwank eine dramatische Gattung z.B. Theaterschwank, Volksschwank etc.). In Bezug auf das Mittelalter wird der Begriff allerdings nur im Sinne eines epischen Textes gemeint.

Quelle: http://www.uni-due.de/~hg0222/index.php?option=com_content&view=article&id=205:einfuehrung-sachinformationen&catid=56&Itemid=198

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