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Präsentation von Ereignissen:

Narrativer Modus: Dieser Modus liegt vor, wenn nicht-sprachliche Ereignisse erkennbar von einem Erzähler präsentiert werden.

So werden Handlungen und Geschehnisse der erzählten, fiktionalen Welt sprachlich durch die Worte eines Erzählers vermittelt. Dieser steht somit erkennbar zwischen dem Leser und dem (vermeintlich) unmittelbar Geschehenden, indem er die Geschehnisse - aus einem gewissen ‚Abstand’ heraus - nicht nur wiedergibt, sondern rafft, zusammenfasst, kommentiert, modifiziert usw.

Dramatischer Modus: Dieser Modus liegt vor, wenn nicht-sprachliche Ereignisse so präsentiert werden, dass der Eindruck entsteht, eine vermittelnde Erzählinstanz sei kaum bzw. gar nicht an dieser Präsentation beteiligt.

Um nicht-sprachliche Ereignisse sprachlich darzustellen, wird natürlich immer eine sprechende Instanz, ein Erzähler also, benötigt. Solche Ereignisse können aber ganz offensichtlich so präsentiert werden, dass beim Leser der Eindruck von Unmittelbarkeit entsteht: Dieser kann also meinen, der Erzähler sei ganz unbeteiligt und die Ereignisse würden unmittelbar und ‚natürlich’ präsentiert: als eine ‚Szene’. Strategien solchen Erzählens sind etwa:

  • (detailreiche) Beschreibungen (aus der Wahrnehmungsperspektive einer beteiligten Figur)

  • konkrete raum-zeitliche Bestimmungen

  • chronologisch-kausale Ereignisabfolgen

  • zeitdeckendes Erzählen sowie jeglicher Verzicht auf Kommentare durch den Erzähler

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